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Warum Vertrauen?

Die Grundlage jeder fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Mandantin, Mandant und Anwalt.

Was ist Vertrauen?

Vertrauen entsteht in Beziehungen zwischen Menschen. Der – mir persönlich bekannte – Psychiater und Neurowissenschaftler Joachim Bauer beschreibt Vertrauen als etwas grundsätzlich Prekäres. Vertrauen schenken heisst dem anderen die Freiheit zu geben, nach eigenem Ermessen damit umzugehen. Vertrauen birgt deshalb ein Risiko, weil ungewiss, wie die andere Person damit umgeht.

Auch ist Vertrauen mehr als blosses Hoffen. Es beruht auf der Einschätzung, dass das Gegenüber mit dieser Freiheit verantwortungsvoll umgehen wird.

Was macht jemanden vertrauenswürdig?

Venn-Diagramm: Persönlicher Austausch · Übereinstimmende Wertehaltung · Relevante Erfahrungen und berufliche Expertise

Persönlicher Austausch

Vertrauen entsteht im persönlichen Austausch. Hier zeigt sich, ob Resonanz möglich ist. Man erkennt dadurch, wie das Gegenüber reagiert, zuhört und sich positioniert.

Durch das Gespräch oder zumindest im schriftlichen Austausch wird erfahrbar, ob die eigenen Erwartungen wahrgenommen werden und ob das Gegenüber dazu bereit ist, aus eigener Überzeugung heraus verantwortungsvoll und den eigenen Werten entsprechend zu handeln.

Übereinstimmende Wertehaltung

Nach Bauer setzt Vertrauen voraus, dass zwischen den Beteiligten eine geteilte Wirklichkeit besteht: Grundlegende Werte, Haltungen und Vorstellungen bestimmen die gemeinsame Einschätzung von angemessenem Handeln.

Relevante Erfahrungen und berufliche Expertise

In der anwaltlichen Tätigkeit sind Erfahrung und Fachwissen entscheidend. Der Blick Antoine F. Goetschels ist durch jahrzehntelange Praxis im Umgang mit Klientinnen und Klienten, Gerichten, Behörden und Medien geschärft.

Vertrauen in der Zeit von künstlicher Intelligenz

Gerade in einer Zeit, in der Entscheidungen zunehmend durch künstliche Intelligenz unterstützt und sogar getroffen werden, gewinnt das persönliche Gespräch oder zumindest der Schriftverkehr an Bedeutung. Vertrauen lässt sich nicht automatisieren. Es entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören und aufeinander reagieren.

Vertrauen als Grundlage

Vertrauen und eine überschneidende Wertehaltung bilden die Grundlage einer erfolg- und ertragreichen Zusammenarbeit. Sei es in Gesprächen über Familienangehörige in der erbrechtlichen Planung und Auseinandersetzung, im Miet- oder im Tierschutzrecht, so auch über eigene Befindlichkeiten und Vorgeschichten mit anderen Parteien: Transparenz und ein offener Geist helfen, das Vertrauen zur Klientschaft und zum Anwalt aufzubauen.

Videos zum Thema

Im Gespräch

Woran merken Sie im Erstgespräch, ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist?

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Marie Anouk: Woran merken Sie in einem Erstgespräch, ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist?

Antoine F. Goetschel: Seit 40 Jahren bin ich als Anwalt unterwegs, habe schon sehr vieles erlebt und komme schnell auf den Punkt, wenn ich den Eindruck habe, dass ich den Vorstellungen der Klientschaft gar nicht entspreche. Und wenn Misstrauen oder passive Aggressivität mir gegenüber als möglichen Berater im Raum steht, spreche ich es an und wenn ich den Eindruck habe, diese Person würde sich wohler fühlen mit jemand anders, würde ich ihr das nahe legen. Das Wohl der Klientschaft steht bei mir im Vordergrund und nicht meine persönliche Befindlichkeit.

Gibt es einen Moment, wo Sie gemerkt haben, dass Vertrauen und Resonanz wichtiger sind als alles andere?

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Marie Anouk: Gibt es einen Moment, wo Sie gemerkt haben, dass Vertrauen wichtiger ist, als Recht zu haben?

Antoine F. Goetschel: Das Ziel soll sein, dass die Klientschaft glücklicher von mir geht, als sie gekommen ist. Wenn sie zwar auf dem Papier Recht hat, die Klage wird gut geheissen, allerdings das Problem nicht gelöst ist, ist das eigentliche, das hintergründige Problem, dann dünkt mich ein vertrauensvolles Gespräch darüber, wo die Ursache des Problems liegt und ob es nicht mehr Spass macht, den Speiszel, der tiefer sitzt, zu entfernen. Dann habe ich den Eindruck, dass das Vertrauen wichtiger ist als das vordergründige Recht im Rahmen einer Gutschriftsanzeige oder im Rahmen eines Urteils.

Wie läuft ein erstes Gespräch bei Ihnen ab?

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Marie Anouk: Wie läuft ein Erstgespräch bei Ihnen ab?

Antoine F. Goetschel: Häufig am Telefon oder per Zoom, elektronisch im Austausch und wir tauschen uns über die Standpunkte aus, in die Sorgen der Klientin, des potenziellen Klienten und ich erfrage die noch offenen Punkte im Groben. Wenn ich die Unterlagen dann vor mir haben werde, kann ich dann mir ein eigenes Bild machen, wenn da noch Fragen offen sind, greife ich auch dann diese Person zurück.

Persönliches Gespräch

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Hinweis

Neue Kanzlei-Adresse ab 1. August 2026

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